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Nähen – Wie ich zum schönsten Hobby kam

Nähen – Wie ich zum schönsten Hobby kam

Mein Nähgedächtnis reicht etwa 15 Jahre zurück. Vorher hatte ich zwar schon manchmal mit Nadel und Faden per Hand genäht, aber mit 12 bekam ich dann mein heiß ersehntes Geburtstagsgeschenk: eine Nähmaschine! Es war ein günstiges unspektakuläres Modell vom Discounter, aber zum Nähen lernen perfekt.

 

Nach einigen Versuchen auf Probestoff, nähte ich dann mein erstes Kleidungsstück: Ein (Fledermaus-)Oberteil aus einem wunderschönen Seidentuch, welches ich damals von meiner Tante von einer Reise mitgebracht bekommen hatte. Die Nähte waren zwar krumm und schief, aber ich war trotzdem stolz wie Oskar und habe das Shirt lange und oft getragen und bis vor ein paar Jahren als Erinnerungsstück aufbewahrt. Da es leider nicht mehr existiert habe ich euch eine kleine Skizze gemacht, damit ihr eine Vorstellung davon habt, wie es in Etwa ausgesehen hat.

 

Alles selbstgenäht

 

Nachdem ich also mein erstes Shirt genäht hatte, hatte ich großen Gefallen daran gefunden Kleidung zu nähen. Da mein Taschengeld aber rar war und es damals, zumindest dort wo wir wohnten, auch nicht wirklich Internet gab, war ich auf mich selbst angewiesen. Nach und nach habe ich alte Kleider auseinandergenommen um zu schauen, wie sie zusammengesetzt sind. Ich habe Schnitte abgenommen und mir so das Nähen und Verstehen von Schnittkonstruktionen beigebracht.

 

Alles selbstgenäht Schnittkonstruktion

 

Die Leidenschaft dafür habe ich wahrscheinlich von meiner Uroma geerbt, eine Schneiderin aus vollem Herzen. Alles, wirklich alles hat sie selbstgenäht. Leider ist sie aber schon zu früh gestorben, als dass sie mir noch ein wenig was hätte beibringen können.

 

Um mein selbsterarbeitetes Wissen zu vertiefen habe ich in den Ferien gern Praktika in (Änderungs-)Schneidereien gemacht und mir dort Tipps und Tricks geholt. Natürlich habe ich inzwischen aber auch einige Bücher, in die ich gern und oft reinschaue. Ganz besonders im alten Schneiderbuch meiner Uroma blättere ich gern, da dort auf einigen Seiten der ein oder andere handgeschriebene Tip vermerkt ist.

 

Alles selbstgenäht, Nähbuch

 

Nun bin ich aber gespannt wie es bei euch war. Wie seid ihr zum Nähen gekommen? Wie lange näht ihr schon? Und was waren eure ersten Nähwerke? Leben sie noch? Oder mussten sie auch schon das Weite suchen?

 

 

Shirt

Schnitt: Küstenträumerin von Hilli Hiltrud (gerade im Probenähen)
Stoff: Stoffmarkt Grabbeltisch

 

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1Kommentar
  • 9. November 2017

    Hallo 🙂
    Bei mir war es damals die Oma, mit der ich mit 14 mein erstes Kleidungsstück genäht habe. Leider hat mich danach die Pubertät erwischt und ich hatte keine Lust mehr aufs Nähen. Zurück an die Nähmaschine bin ich dann durch meine Hochzeit gekommen, da ich meine Tischdeko selbst nähen wollte. Seit dem hat mich das Nähen nicht mehr los gelassen und ich nehme genau wie du früher alte Kleidungsstücke auseinander und unter die Lupe 🙂 Beim „Shoppen“ in der Stadt kaufe ich nichts mehr, sondern fotografiere tolle Sachen ab, um sie dann nach zu nähen 😀
    Ich habe letztin einen ähnlichen Artikel geschrieben, falls du mal gucken magst: http://fraubanane.de/2017/10/das-verflixte-siebte-jahr-oder-wie-ich-zum-naehen-kam/
    Viele Grüße
    Kirsten

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