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Rucksack Prototyp für “Verzwirnt”

Rucksack Prototyp für “Verzwirnt”

Wer auf Reisen geht, braucht einen Rucksack. Im April gebe ich meinen ersten Workshop im Tirol. Herrje, bin ich schon aufgeregt! Erstens war ich noch nie im Tirol, zweitens noch nie auf einem Nähevent und drittens ist es mein erster Workshop mit mehr als 3 Leuten. Es stehen also direkt drei Premieren an. Und damit dieses Event noch besonderer wird, wollte ich gern etwas ganz speziell für dieses Event gestalten. Entstanden ist ein Rucksack. Ein Rucksack mit Spezialfunktion, denn:

Wer auf Reisen geht, braucht einen Rucksack. Auch, wenn das Reiseziel nur ein paar Straßen weiter ein Geburtstag ist und man einen Kuchen mitbringt.

 

 

Rucksack_nähen_Prototyp_diy_Tasche

 

Der Entwurfsprozess

Als Kerstin von Kischi’s Welt mich fragte, ob ich nicht Lust hätte, im April bei dem ersten Tyroler Nähevent dabei zu sein, habe ich nicht lange gezögert und zugesagt. Tyrol? Klingt schonmal gut! Nähevent? Noch besser! Einen Workshop geben? Na, warum nicht? Man wächst schließlich mit seinen Aufgaben, oder? Ursprünglich war nur der Sockenworkshop fix geplant. Für den zweiten Workshop wollte ich ganz speziell etwas entwerfen. Lange habe ich an dem Entwurf herumgedoktert, bis nun schlussendlich dieser Prototyp entstanden ist. Mir war es wichtig, ein vielseitiges und dennoch klares Design zu schaffen. Der Rucksack sollte möglichst praktisch und vielseitig veränderbar sein. Aber auch auf den zeitlichen Aspekt eines Workshops musste ich während der Entwurfsphase Rücksicht nehmen. Vor allem, wenn es nicht wie sonst nur zwei oder drei Leute sind, denen man etwas zeigt, sondern bis zu 10. Das ist schon ein ganz anderes Kaliber.

 

Rucksack_nähen_Prototyp_diy_Tasche

 

Ich freue mich aber schon total und bin super gespannt, wie das ganze wird! Was mich ein wenig beruhigt, ist die Tatsache, dass vermutlich vor allem Näher(innen)  an dem Workshop teilnehmen, die schon einmal an der Nähmaschine gesessen haben. Das erleichtert das ganze ungemein! Aber keine Angst – man muss kein Nähprofi sein, um diesen Rucksack zu nähen.

Nun aber noch mal zurück zum Rucksack. Um den Rucksack “workshoptauglich” zu halten, besteht der Rucksack aus einem einfachen Grundgerüst, das beliebig erweitert werden kann.

Im eBook, welches dazu entstehen wird, werde ich zusätzliche Möglichkeiten der Gestaltung zeigen. Es wird Aufsatztaschenformen geben, zusätzliche Fächer, und einiges mehr. Richtig gespannt bin ich schon aufs Probenähen, denn dort entstehen häufig noch viel mehr Ideen, auf die ich alleine gar nicht kommen würde.

 

Designprozess – Der Weg führt zum Ziel

Wusstet ihr eigentlich, dass Gestaltung ein Prozess ist? In den seltensten Fällen ist die erste Idee das, was am Ende herauskommt. Zumindest nicht, wenn es gut werden soll.

Als ich mit meinem Design Studium begonnen habe, stand häufig das Gefühl im Raum, man solle seine Ideen lieber für sich behalten. Schließlich sind da noch andere Gestalter, die einem vielleicht die Idee klauen könnten. (Übrigens in vielen Bereichen, wo es auch nur im Entferntesten um Umgestaltung geht ein heikles Thema.)

Im Laufe der Zeit, stellte sich allerdings heraus, dass genau das Gegenteil der Fall ist. Denn nur (oder vor allem viel viel besser)  durch andere Blickwinkel und das Zwiegespräch mit anderen Leuten lässt sich ein gutes Design entwickeln. Oft ist man in seinen Ansichten und Entwürfen schon so dicht dran, dass man den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sieht. Da hilft es ungemein, wenn mal jemand anderes drauf schaut, und einem sagt wie er das findet.

Als ich diesen Rucksack gestaltet habe, dachte ich vor allem an eine Sporttaschen- und Reisetaschenversion. Nach einigem Herumprobiere wollte ich das waagerechte Transportieren aufgrund der Größe schon wieder herausnehmen. Als ich Isabelle von Nähwiesel aber meinen Entwurf zeigte und sie freudestrahlend sagte, dass das total super für den Salattransport wäre, ließ ich es doch drin. Aus dieser Sicht, hatte ich das ganze noch gar nicht betrachtet.

 

Rucksack_nähen_Prototyp_diy_Tasche

Der finale Entwurf

Wie schon erwähnt bietet der Rucksacke eine große Portion Gestaltungsfreiheit. Da die Workshopteilnehmer alle vorab das Ebook bekommen werden, können Sie sich je nach Gefühl, was sie in dem Workshop schaffen könnten, den Rucksack vorher selbst zusammenstellen. Im Workshop selbst werde ich aber vor allem auf das hinter einer Blende versteckte Reißverschlussfach eingehen.

Jetzt aber nochmal die Eigenheiten des Rucksacks zusammengefasst:

Durch die große Öffnung im Hauptfach, die den Rucksack komplett öffnet, kann der Rucksack optimal bepackt werden. Zudem ist der Reißverschluss mit einer Blende versehen, so dass Regen keine Chance hat.  Die Rucksackträger können in einem doppelwandigen Rückteil verstaut werden sodass der Rucksack auch in der Waagerechten als Tragetasche transportiert werden kann. Das ist besonders praktisch, wenn man mal wieder auf einer Party eingeladen ist, und einen Salat oder Kuchen transportieren möchte. Obwohl die Vorderseite des Rucksacks, wie schon erwähnt, sehr unterschiedlich gestaltet werden kann, werde ich im Workshop besonders auf das hinter einer Blende versteckte Reißverschlussfach eingehen.

Natürlich kann die Tasche auch einfach ganz normal als Rucksack verwendet werden. Ich teste ihn zur Zeit besonders gern für “kleinere Großeinkäufe” (also alles, was zu Fuß oder mit dem Rad gut machbar ist). Der Rucksack ist ein echtes Platzwunder! Meine persönliche Mary Poppins Tasche in Rucksackform quasi.

Nun bin ich gespannt, wer von euch Lust auf diesen Rucksack hat und bald mehr sehen will. Und wen von euch ich im April auf dem verzwirnt Nähevent treffen darf. Die Tickets gibt es ab heute Abend (19.01.2018 19:00 Uhr) hier. Ich freue mich schon riesig, ein paar von euch ganz live kennenzulernen.

 

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Verlinkt zu Freutag.

 

Rucksack

Schnitt: Ka(r)sten (Coming soon)
Stoff: Sofa-Upcycling (ein alter Sofabezug)

 
Mütze, Schal

Schnitt: Wandler(in)

Stoffe: Restekiste

 

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