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Socken nähen – So fing alles an

Socken nähen – So fing alles an

Socken nähen? Ja, richtig – jeder, der mich kennt, weiß, dass 2013 alles mit einem Sockenschnittmuster begann. Heute erzähle ich euch mal, wie es dazu kam, dass ich mit einem doch eher ungewöhnlichen Schnitt gestartet bin.

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Wie alles begann

Damals noch völlig ungeübt in Gestaltung, Gradierung, Fotografie, und was sonst noch so dazugehört, bin ich mehr oder minder ins Schnittersteller Dasein hineingerutscht. Auslöser dafür war ein spezieller Hautausschlag. (Hautausschlag?? Ja, richtig…)

Kurze Erklärung: Der Ausschlag trat vor allem an Handinnenflächen und Fußsohlen und hatte als Symptom unter anderem starken Juckreiz. (Jeder, der Neurodemitis hat, weiß wahrscheinlich was ich meine) Durch diesen Ausschlag an Händen und Füßen fühlte ich mich ganz schön einschränkt, da ich dem Juckreiz leider viel zu oft nachgab. Ich erspare euch mal die Einzelheiten – es soll hier ja nicht um Krankheiten gehen. 

Nach diversen Arztbesuchen waren sich die Ärzte wenigstens in einer Sache einig: Ich solle doch bitte nur noch organisches Schuhwerk tragen. Nach einer gründlichen Inventur meines Schuhschranks, bermerkte ich, dass meine Schuhe nun zwar (fast) alle aus organischen Materialien waren, die meisten meiner Socken jedoch aus einer chemischen Faser. Daher suchte ich nach Bio-Baumwollsocken. Oder sowas in der Art. Fündig wurde ich nicht. Inzwischen bin ich schlauer und weiß, dass es sogenannte „Beautysocks“ gibt, die meinen Ansprüchen wahrscheinlich genügt hätten.

Und was hat das Ganze mit den selbstgenähten Socken zu tun?

Als ich damals also mal wieder mein Stoffregal sichtete, mit einem Eispack an den Füßen, um den Juckreiz zu lindern, fiel es mir wie Schuppen vor die Augen. So viele Biostoffe im Regal – warum die Socken also nicht selbernähen? Gesagt, getan. Nachdem ich mir also schöne bunte und bequeme Biosocken genäht hatte, zeigte ich diese bei Facebook in einer Nähgruppe.

Die Nachfrage nach einem Schnittmuster und einer Nähanleitung war riesig, sodass ich mich tatsächlich ransetzte und ein Schnittmuster in verschiedenen Größen ausarbeitete. Das Schnitte konstruieren war mir zwar nicht neu, und der Sockenschnitt war ja auch schon fertig, ABER das Gradieren war mir noch sehr neu. Deshalb konstruierte ich damals noch jede Größe einzeln. Was für eine Arbeit, wenn ich darüber nachdenke! Zudem kannte ich mich in den Programmen nur sehr spärlich aus, schließlich hatte ich mich vorher immer nur analog mit der Schnitterstellung beschäftigt.

Aber der Ehrgeiz war geweckt, und ich wollte das Ganze nicht nur als handgezeichneten Schnitt anbieten.

Tja, und so nahm alles seinen Lauf. Nach eine langen Pause geht es seit dem Sommer weiter. Inzwischen nähe ich meine Socken natürlich nicht mehr ausschließlich aus Bio-Stoffen, sondern oft einfach aus den Resten der Stoffe, die ich sowieso benutze.

Wie hier zum Beispiel. Da von meinem Samtkleid noch ein wenig Stoff übrig war, bot es sich an, passende Socken zu nähen. Denn gerade zu dieser Jahreszeit brauche ich dringend warme Füße. Deshalb ist die Sohle von innen auch besonders kuschelig geworden.

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Das Schönste ist übrigens, wenn andere bemerken, dass man passende Socken zu einem anderen Kleidungsstück anhat, oder auch einfach bunte Socken mit den wildesten Mustern – das löst bei dem Gegenüber immer eine Freude aus – man glaubt es kaum *lach*

Im Endeffekt kann ich also sagen, dass der Ausschlag wohl doch seine guten Seiten hatte, da ich sonst wohl nie dazu gekommen wäre, Schnittmuster nicht nur für mich zu entwerfen.

Verlinkt zu RUMS

  

Samtkleid

Schnitt: Basic Teen(n), verlängert und mit Rückenausschnitt
Stoff: beerenfarbener Samt von Der Stoff

 
Socken

Schnitt: Ringelprinz(essin)

Stoff: beerenfarbener Samt von Der Stoff

Sohle: Teddyplüsch 

2 Kommentare
  • 4. Januar 2018

    Die Samtsocken sind ja süß, mit Kuschelfell innen. Ich habe auch schon deine Socken genäht, wollte mir eigentlich für die noch nicht so ganz warmen Jahreszeiten auch Kniestrümpfe nähen… aber irgendwie ist es nie dazu gekommen. Aber da kann ich mir vorstellen, dass es noch geiler ist, die passenden Kniestümpfe zum Gesamtoutfit zu haben…
    lg Charla

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